Theater Nienburg

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Di, 14.5.2019, 20 Uhr
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Jan Josef Liefers - Soundtrack meiner Kindheit

Lesung aus meinem autobiografischen Buch

Als man Jan Josef Liefers vor einigen Jahren anbot, ein Buch über seine Kindheit in der DDR zu schreiben, reagierte er zunächst zögerlich, weil er sich eigentlich noch nicht alt genug für eine Biografie fühlte. Das Argument "schreib´ sie jetzt, denn jetzt erinnerst du dich noch daran" überzeugte ihn schließlich. Und so begann dann die Zeitreise in den damaligen Osten, mit welcher Jan Josef Liefers in einer äußerst amüsanten und kurzweiligen Lesung aus seiner Autobiografie „Soundtrack meiner Kindheit“ am 14.05.2019 nach Nienburg kommt.


„Gegen Abend – die Sonne war mal wieder dabei, Republikflucht zu begehen und in den Westen abzuhauen – läuteten die Glocken einer benachbarten Kirche zeitgleich mit meinem ersten Schrei, und die junge Frau hatte es geschafft.“ so schildert er mit seiner samtenen, charakteristischen Stimme seine Geburt im Jahr 1964 in Dresden und weitere Episoden aus seiner Jugend, die sehr locker und mit viel Humor geschrieben sind. Blickt man auf seine eigene Vergangenheit zurück, verbindet man bestimmte Lebensphasen oder Ereignisse automatisch mit der Musik, die einen in dieser Zeit besonders berührt und begleitet hat. Denn nichts ruft die Erinnerung an die Jugend so lebhaft wach, wie die Songs, mit denen man erwachsen wurde. Rockbands wie die Puhdys, Karat oder Pankow begleiteten den jungen Liefers. Köstlich auch die Geschichte, als er als dreizehnjähriger auf dem Nachhauseweg eine endlose Menschenschlange vor einem Musikhaus sah. „Ich stellte mich sofort hinten an, das machte jeder gelernte DDR- Bürger reflexartig, auch ohne zu wissen, was es da vorn genau gab.“ Die dabei erworbene, für ihn nutzlose Udo Jürgens Langspielplatte schenkte er seiner Mutter, die beim Hören von „Griechischer Wein“ wie Anthony Quinn in Alexis Sorbas mit ausgebreiteten Armen freudestrahlend mit feuchten Augen zu tanzen begann.


Nach der Schauspielschule spielte Liefers in Hamburg Theater; wechselte dann jedoch aufgrund zahlreicher Angebote rasch vor die Kamera. Bekannt wurde er einem breiten Publikum u.a. mit „Knocking on Heavens Door“, „Rossini“ oder „Der Turm“; nicht zuletzt jedoch mit der Rolle des Professor Boerne im Münsteraner Tatort.


Zahlreiche Preise wie mehrfach den Grimmepreis, die Goldene Kamera oder den Bambi erhielt er für seine Darstellungen in Film und Fernsehen.


Seiner Leidenschaft für die Musik frönt Jan Josef Liefers mit seiner Band „Radio Doria“; sie sind seit Jahren erfolgreich auf Tournee.



Foto: kunstgerecht - Simone Henke


Medienpartner: Die Harke

Jan Josef Liefers_Foto kunstgerecht-Simone Henke © Theater Nienburg
Jan Josef Liefers liest_Foto kunstgerecht-Simone Henke


 


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