Theater Nienburg

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Fr, 17.9.2021, 20 Uhr
Foto:  Ksenia Dubrovskaya© Ksenia Dubroskaya

Ksenia Dubrovskaya: Lieben Sie Brahms? - Achtung: "3 G" !!

Violinkonzert im Giebelsaal. Am Flügel: Tatiana Larionova

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Dieses Konzert war am 17.12.2020 exakt zum 250. Geburtstag (Tauftag) Beethovens  angesetzt. Leider musste es aufgrund der Corona-Beschränkungen verschoben werden. Bereits erworbenen Tickets bleiben weiter gültig für den neuen Termin.
Nun gastiert Ksenia Dubrovskaya als nächstes mit einem attraktiven Brahms-Programm, welches sie gegenwärtig einstudiert: Lieben Sie Brahms? Johannes Brahms drei Violinsonaten (komplett). Das Beethoven-Programm soll aber zu einem späteren Termin nachgeholt werden, voraussichtlich zu einem der kommende Beethoven-Geburtstage im Dezember.

Programm:

Sonate Nr. 1 G-Dur, op. 78 “Regenlied”
1. Vivace ma non troppo
2. Adagio
3. Allegro molto moderato

- Pause -

Sonate Nr. 2 A-Dur, op. 100 “Thunersonate“
1. Allegro amabile
2. Andante tranquillo
3. Allegretto grazioso (quasi andante)

Sonate Nr. 3 d-Moll, op. 108
1. Allegro
2. Adagio
3. Un poco presto e con sentimento
4. Presto agitato

Ein außerordentliches Konzert mit den Sonaten für Klavier und Violine von Brahms.


Lieben Sie Brahms - K. Dubrovskaya 2021 © Theater Nienburg

Johannes Brahms hat insgesamt drei Sonaten für Violine und Klavier geschrieben - und jede von ihnen ist ganz einzigartig im Charakter. Brahms komponierte seine erste Violinsonate 1879, mit der er seinem Neffen Felix Schumann ein kleines Andenken setzen wollte. Es fällt auf, dass sich Brahms vom Modell "Melodie plus Begleitung" bei seiner zweiten Violinsonate verabschiedet hat und stattdessen beide Instrumente, Klavier und Violine, die musikalische Entwicklung gleichstark vorantreiben. So lässt der Komponist Violine und Klavier immer abwechselnd die Themen und Motive drehen und wenden und in neue Bahnen lenken. Diese Violinsonate entstand 1886 in der beeindruckenden Berglandschaft am Thuner See und wurde im Dezember 1886 in Wien uraufgeführt.

Die Violinsonate in A-Dur op. 100 ist das kürzeste dieser drei Werke. Sie entstand während der Sommermonate des Jahres 1886 in der Schweiz und wird auch die "Thuner Sonate" genannt. Brahms schrieb die Sonate inmitten der beeindruckenden Berglandschaft am Thuner See. Dieser Sommeraufenthalt des Komponisten war so fruchtbar, dass sogar er schon einen Spitznamen erhalten hat: Es ist der "Kammermusiksommer" von Brahms, in dem gleich mehrere Meisterwerke für Ensemblebesetzung entstanden. Die herrliche Landschaft des Berner Oberlands muss Brahms beim Komponieren sehr angeregt haben.

In der Violinsonate Nr. 2 hat Brahms beiden Instrumenten - dem Klavier und der Violine - gleichermaßen Raum gegeben. Immerhin war er selbst ein überaus virtuoser und erfolgreicher Pianist. Außerdem fällt auf, dass beide Instrumente die musikalische Entwicklung gleichstark vorantreiben: Er verabschiedet sich vom gängigen Modell "Melodie plus Begleitung". Stattdessen lässt er Violine und Klavier immer abwechselnd die Themen und Motive drehen und wenden und in neue Bahnen lenken. So bleibt es nun unserer Fantasie überlassen, wem bei der Premiere damals im Dezember 1886 in Wien mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde: dem Geiger Joseph Hellmesberger oder Johannes Brahms, der am Klavier saß.

Denn anders als die Dritte Sonate sind die beiden ersten Sonaten in G-Dur und A-Dur zwei zumeist sehr in sich gekehrte, zurückgenommene, intime Stücke. Musik, die man sich gar nicht so gut im großen Konzertsaal vorstellen kann, eher im Nebenzimmer. Bei der man fast das Gefühl hat, beim Zuhören nicht stören zu dürfen. 1879 komponierte Johannes Brahms seine Erste Violinsonate – nach langem Zögern, für ihn nicht untypisch. Anlass waren Krankheit und Tod seines Neffen Felix Schumann. Dessen Mutter Clara schreibt er: "Wenn Du Umstehendes recht langsam spielst, sagt es Dir vielleicht deutlicher als ich es sonst könnte, wie herzlich ich an Dich und Felix denke. Es wäre mir eine gar große Freude, wenn ich Felix ein kleines Andenken schaffen könnte.

Die beiden Solistinnen zeichnet eine hervorragende musikalische Ausbildung aus. Als Solistin und auch im Duo haben sie schon viele Konzerte auf der ganzen Welt gegeben und konnten dabei auch einige Preise gewinnen. Ksenia Dubrovskaya spielt auf einer Violine von Giovanni Battista Gabrielli aus dem Jahr 1770, deren Klang alle Zuhörer begeistern wird.“

Tatiana Larionova © Theater Nienburg, Tatiana LarionovaTatiana Larionova

Zusatzkonzert im Giebelsaal der Albert-Schweitzer-Schule - Eine Kulturveranstaltung der Stadt Nienburg mit Unterstützung der Sparkasse Nienburg

Sparkasse Nienburg © Theater Nienburg


Fotos: Ksenia Dubrovskaya, Tatiana Larionova



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